Lernen mit Kopf, Herz & Hand

Anmeldung für die neue 1.Klasse

Möchten Sie Ihr Kind im Schuljahr 2026/2027 in die erste Klasse der Waldorfschule Nienstedten einschulen?

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Für den ersten Kontakt genügt eine formlose E-Mail mit Ihrem Namen und dem Namen Ihres Kindes – ganz unkompliziert.

Im Anschluss melden wir uns bei Ihnen und begleiten Sie Schritt für Schritt durch den weiteren Aufnahmeprozess.

info@waldorfschule-nienstedten.de

Wir laden Sie ganz herzlich ein, unsere besondere Schule zu entdecken und mehr über das einzigartige Konzept und die neuen, kleinen Klassen zu erfahren! Erleben Sie viele spannende Einblicke und lernen Sie uns und unsere Schule in entspannter Atmosphäre kennen.

Stimmen aus unserer Schule

Das macht unsere Schule besonders

1. ⁠Schule als Lern- und Lebensort
2. Individuelle Entwicklung steht im Vordergrund
3.⁠ Nachmittagsbetreuung im schuleigenen Hort
4.⁠ ⁠Stabile Klassengemeinschaften – kein Sitzenbleiben
5.⁠ ⁠Ein und dieselben Klassenlehrer*innen als bleibende Bezugspersonen über viele Schuljahre
6.⁠ ⁠Erziehung zur Freiheit und sozialen Verantwortung
7.⁠ ⁠Zeit zum Lernen
8.⁠ ⁠Verzicht auf Noten bis Ende des neunten Schuljahres
9.⁠ ⁠Lernen mit allen Sinnen

10.⁠ ⁠Breites musikalisches, künstlerisches, handwerkliches und naturwissenschaftliches Bildungsangebot
11.⁠ ⁠Eigener Schulgarten
12.⁠ ⁠Grüner Lernort „Lillemoor“
13.⁠ ⁠Zwei Fremdsprachen ab der ersten Klasse
14.⁠ ⁠Außerschulische Praktika in der Oberstufe
15.⁠ ⁠Alle staatlich anerkannten Abschlüsse einschließlich Abitur
16.⁠ ⁠Großes und erlebnisreiches Schulgelände
17.⁠ ⁠Frisch zubereitetes Essen in der schuleigenen Bio-Küche

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen

Lea Scheibe
Delegation Aufnahme

Oda Stieper
Klassenlehrerin 1. Klasse 2025

Kathrin Weitzel
Schulbüro

Oswine Brucke
Schulbüro

Fragen & Antworten

Welche Kinder werden an einer Waldorfschule aufgenommen?

Waldorfschulen stehen grundsätzlich allen Kindern offen – ganz unabhängig von Religion, ethnischer Herkunft, Weltanschauung oder Einkommen der Eltern. Nach Anmeldung des Kindes und einem ausführlichen Informationselternabend findet für jedes Kind ein individuelles Aufnahmegespräch an unserer Schule statt. Auch in höheren Klassen können Schülerinnen und Schüler im Quereinstieg von einer Staatsschule oder einer anderen Waldorfschule aufgenommen werden.

Muss ein Kind künstlerisch begabt sein, damit es für die Waldorfschule geeignet ist?

Nein, die Waldorfschule ist eine Schule für alle junge Menschen. Die neuere Hirnforschung hat aber eindrucksvoll belegt, dass Kinder und Jugendliche durch künstlerisches Üben viele Kompetenzen erwerben, die weit über die unmittelbare Tätigkeit hinausreichen. Wenn Waldorfschüler:innen malen, zeichnen, plastizieren oder musizieren, geht es daher vor allem um die Schulung differenzierter Wahrnehmungen und die Entfaltung ihres schöpferischen Potenzials; die Begabungen der einzelnen Schüler*innen werden dabei natürlich berücksichtigt. Waldorflehrer:innen sind bestrebt, den Verstand, die Kreativität und die eigenständige Persönlichkeit ihrer Schüler:innen gleichgewichtig zu entwickeln.

Wie viele Kinder sind in einer Klasse?

Seit dem Jahr 2025 ist die Rudolf Steiner Schule Nienstedten zweizügig, was bedeutet, dass die Klassengröße nicht mehr als 22 Schüler beträgt.

Ist es nicht so, dass hauptsächlich Kinder mit Lernschwierigkeiten auf eine Waldorfschule gehen?

Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderem Assistenzbedarf ist selbst verständlich auch bei uns eine wichtige Säule. Unsere Förderlehrer*innen arbeiten enge verzahnt mit den Klassenlehrer*innen nach einem eigenen Konzept.

Die Waldorfschulen nennen sich „Freie Schulen“. Heißt das, dass die Kinder dort antiautoritär erzogen werden?

Der Begriff „freie Schulen“ bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt, sondern dass sie sogenannte „Schulen in freier Trägerschaft“ sind und eine weitgehende Autonomie genießen in der Ausgestaltung ihrer Pädagogik. Waldorflehrer*innen bauen in der Unterstufe ein von „liebevoller Autorität“ geprägtes Verhältnis zu ihren Schüler*innen auf. Kinder suchen ihre Grenzen. Nur wenn sie Grenzen von den Erwachsenen erfahren, fühlen sie sich einerseits sicher und erleben sich andererseits als eigene Persönlichkeit. Im Laufe der Schulzeit wandelt sich das Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnis immer mehr zu einer umfassenden Lernpartnerschaft.

Warum haben die Kinder in den ersten acht Schuljahren nach Möglichkeit ein und dieselbe Klassenlehrkraft?

Inzwischen ist wissenschaftlich gut erforscht, dass eine vertrauensvolle Beziehung die wichtigste Basis für das Lernen ist. So können Kinder sich in einer Gemeinschaft, die von Beständigkeit und Rhythmus geprägt ist, gut und gesund entfalten. Um ihnen darin eine verlässliche Stütze zu sein, begleiten unsere Klassenlehrer*innen ihre Schulkinder nach Möglichkeit acht Jahre lang und unterrichtet jeden Morgen mindestens die ersten beiden Stunden eines Schulvormittags. In wechselnden „Epochen“ bringt sie oder er den Schüler*innen jeweils über mehrere Wochen den Stoff unterschiedlicher Themengebiete nahe. Dabei lernen sich die Schüler*innen sehr gut kennen und können individuell auf ihre Stärken und Schwächen eingehen.

Was ist unter „Epochenunterricht“ zu verstehen?

Während der ersten beiden Stunden eines Schulvormittags arbeitet die Klasse über mehrere Wochen intensiv an jeweils einem Fachgebiet. So haben sie zum Beispiel drei Wochen lang jeden Morgen zwei Stunden Mathematik, Geografie, Deutsch, Geschichte oder ein anderes Hauptfach. Nach einigen Wochen wechselt der Inhalt der Epoche zu einem anderen Thema, sodass die Schüler*innen sich intensiv damit verbinden. Grundfertigkeiten wie Rechnen oder Schreiben festigen die Schüler*innen über den Epochenunterricht hinaus in fortlaufenden Übstunden. Im Anschluss an den Epochenunterricht übernehmen Fachlehrer*innen den Unterricht in Sport, Fremdsprachen, Eurythmie, Religion, Musik und in den handwerklich-künstlerischen Fächern.

Kann ein:e Lehrer:in überhaupt in allen Fächern qualifiziert sein?

Klassenlehrer*innen decken an einer Waldorfschule tatsächlich ein großes Spektrum an Fächern ab. In besonderen Ausbildungswegen, die sie in einem Vollstudium oder postgraduiert im Anschluss an eine wissenschaftliche oder pädagogische Ausbildung an einem der Seminare im Bund der Freien Waldorfschulen oder an einer Hochschule mit Waldorfqualifikation durchlaufen, werden sie gezielt darauf vorbereitet. Für Klassen-, Fach- und Oberstufenlehrer*innen gilt gleichermaßen, dass ihre Ausbildung mindestens gleichwertig zur staatlichen Ausbildung sein muss. In der Unter- und Mittelstufe liegt der Schwerpunkt allen Lernens nicht nur auf der Vermittlung reinen Fachwissens, sondern es geht auch darum, den Schüler*innen eine lebendige, erfahrungsgesättigte Beziehung zu den Lerninhalten zu ermöglichen. So kann Lernen Freude machen – ein Leben lang.

Wie werden die Jugendlichen in der Oberstufe auf die Berufswelt vorbereitet?

In der Oberstufe unterrichten in allen Fächern akademisch oder handwerklich ausgebildete Lehrer*innen die Jugendlichen. Die praktischen Fähigkeiten, die die Schüler*innen sich über die gesamte Schulzeit hinweg angeeignet haben, finden ab der Mittelstufe Ergänzung in den Praktika: Im Landwirtschafts- und im Forstpraktikum, im Vermessungs-, Betriebs- und Sozialpraktikum erhalten die jungen Menschen eine lebensnahe Ausbildungsgrundlage. 

Kommt die Vorbereitung auf die Abschlüsse nicht zu kurz, wenn so viele Praktika stattfinden, Theater gespielt und handwerklich gearbeitet wird?

Es ist richtig, dass diese Aktivitäten zusammen mit dem Lernpensum in manchen Schuljahren eine Doppelbelastung für die Schüler*innen bedeuten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Prüfungsleistungen hierunter nicht leiden. Denn die durchschnittlichen Abschlussnoten an Waldorfschulen liegen mindestens auf dem gleichen Niveau wie bei Absolvent*innen von staatlicher Schulen.

Werden die Kinder an der Waldorfschule weltanschaulich unterrichtet?

Die von Rudolf Steiner entwickelte Anthroposophie ist eine Erkenntnishilfe für die Lehrer*innen, zu keinem Zeitpunkt aber ist sie Gegenstand des Unterrichts. Da die Waldorfschule eine überkonfessionelle Schule ist, entscheiden zunächst die Eltern, welchen Religionsunterricht ihr Kind besuchen soll. Später entscheiden die Jugendlichen das dann selbst.

Was hat es mit dem Fach Eurythmie auf sich?

Eurythmie (wörtlich: guter, auch schöner Rhythmus) ist eine Bewegungskunst, die an Waldorfschulen in allen Klassen unterrichtet wird. Im Unterschied zu gymnastischen, pantomimischen oder tänzerischen Bewegungen, die völlig frei gestaltet werden können, gibt es in der Eurythmie für jeden Sprachlaut und jeden Ton eine ganz bestimmte Gebärde – es handelt sich also um sichtbar gemachte Sprache und Musik. In der Lauteurythmie stellen die Schüler*innen zum Beispiel dar, was in einem Gedicht an Lauten lebt, und in der Toneurythmie, was in den Tonintervallen einer musikalischen Komposition lebt.

Stimmt es, dass es an Waldorfschulen keine Noten und kein Sitzenbleiben gibt?

Auch wenn Waldorfschulen in der Unter- und Mittelstufe auf Noten verzichten, werden die Schüler*innenarbeiten selbstverständlich gewürdigt. An Stelle der Noten stehen individuelle Beurteilungen, in denen die Lehrer*innen gleichermaßen auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernfortschritte ihrer Schüler*innen eingehen. Es zählt also nicht allein der Wissensstand, sondern die Gesamtentwicklung in einem bestimmten Zeitraum. Waldorfschüler*innen lernen von der ersten bis zur dreizehnten Klasse in einer stabilen Klassengemeinschaft, unabhängig vom angestrebten Schulabschluss: Niemand wird unterwegs Sitzengelassen.

Ohne Noten und ohne Sitzenbleiben: Sind die Kinder dann überhaupt zum Lernen motiviert?

Da der Waldorfunterricht sehr handlungsorientiert und auf die jeweilige Entwicklungsphase der Schüler*innen abgestimmt ist, stellt sich diese Frage nur selten. Eigeninitiative entwickeln die Kinder und Jugendlichen nicht aufgrund von äußerem Leistungsdruck, sondern aus lebendigem Interesse und persönlicher Begeisterung für die vielfältigen Unterrichtsinhalte. Diese gestaltet die Lehrkraft kreativ und lebensnah, sodass sie sich an der persönlichen Erfahrungswelt der Kinder orientieren und ihnen eigene Erlebnisse vermitteln. Waldorflehrer*innen bereiten sich auf diese anspruchsvolle pädagogische Tätigkeit an eigenen Seminaren und Hochschulen vor.

Ist Waldorfpädagogik nicht so etwas wie das Vorgaukeln einer heilen Welt? Kommen die Schüler:innen später mit der „harten Realität“ zurecht?

Die Praxis zeigt, dass gerade Waldorfschüler*innen von Ausbilder*innen besonders geschätzt werden. In einer Schule, die nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten anspricht, entwickeln sich Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit, prozessual zu denken, vom ersten Schultag an. Umfangreiche Absolvent*innenstudien zeigen, dass Waldorfschüler*innen in allen Studien- und Berufsfeldern sehr erfolgreich studieren und arbeiten.

Welche Abschlüsse können an einer Waldorfschule gemacht werden?

Alle. Da die einzelnen Bundesländer jeweils eigene Schulgesetze haben, gibt es zwar Unterschiede, aber grundsätzlich gilt, dass an einer Waldorfschule die üblichen staatlichen Abschlüsse erworben werden können: Bei uns sind das der ESA (Erste Schulabschluss) nach Klasse 10, der MSA (Mittlerer Schulabschlass) nach Klasse 11 und das Abitur nach Klasse 13. Unser Abiturient*innen schneiden im Hamburg weiten Vergleich überdurchschnittlich gut ab.

Ist die Waldorfschule eigentlich teuer?

Es ist ein Prinzip der Waldorfschule, kein Kind aus finanziellen Gründen abzulehnen. Da aber die Zuschüsse an freie Schulen in allen Bundesländern niedriger sind als jene, die staatliche Schulen erhalten, müssen Waldorfschulen Schulgelder von den Eltern verlangen – obwohl sie erwiesenermaßen besser wirtschaften als Schulen in öffentlicher Trägerschaft. Um dennoch allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, bilden die Lehrer*innen und Eltern Solidargemeinschaften, die zwar an jeder Schule etwas anders ausgestaltet sind, sich aber immer darum bemühen, die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Familien auszugleichen.

Welche Rolle spielen die Naturwissenschaften an der Waldorfschule?

Der naturwissenschaftliche Unterricht stützt sich zwischen dem vierten und achten Schuljahr auf das präzise Beobachten biologischer, physikalischer und chemischer Phänomene und auf das selbstständige Entdecken der jeweiligen Gesetzmäßigkeiten. Vom 9. Schuljahr an treten abstrakte Modellvorstellungen und die Begriffsbildungen der modernen Naturwissenschaften in den Vordergrund, wobei weiterhin ein ergebnisoffener, forschender, auf eigenen Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen beruhender Unterricht praktiziert wird. Eine in Österreich durchgeführte PISA-Studie zu den Naturwissenschaften bescheinigt Waldorfschüler*innen weit überdurchschnittliche naturwissenschaftliche Kompetenzen und führte dies ausdrücklich auf die als vorbildlich bezeichneten phänomenologischen Unterrichtsmethoden zurück.

Welche Rolle spielen digitale Medien an der Waldorfschule?

Medienpädagogik ist fester Bestandteil im Lehrplan der Waldorfschulen. Sie beginnt zunächst als eine „indirekte Medienpädagogik“, bei der die jüngeren Kinder die Welt mit allen Sinnen erfahren und sich kreativ und fantasievoll anhand unterschiedlicher Materialien mit ihr auseinandersetzen. Dabei entwickeln sie ihre Urteilsfähigkeit, die eine notwendige Voraussetzung für den selbstständigen Umgang mit digitalen Medien ist. Diese werden nach umfassenden Erfahrungen mit analogen Medien Schritt für Schritt in den Unterricht eingeführt, wobei neben der praktischen Handhabung vor allem ein echtes Verständnis der technologischen Grundlagen und Funktionsweise des Internets wichtig wird, das in der Oberstufe bis zu Reflexion der weltweiten gesellschaftlichen Wirkungen dieser Technologien reicht und zu einem mündigen Umgang mit digitalen Medien führt.